Hallo, meine lieben Reisefreunde und Kuschelfans!

Hier ist wieder eure Klein Viki! Könnt ihr es glauben? Es ist schon fast Weihnachten! Meine kleinen Igelbeinchen zappeln schon seit Tagen vor Aufregung, und am Samstag, den 20. Dezember 2025, war es endlich soweit. Es stand ein riesengroßer Ausflug an. Mama und Papa haben ihre Rucksäcke gepackt, und natürlich durfte ich, der Star der Show, nicht fehlen. Schließlich braucht man einen kompetenten Reiseleiter, der genau weiß, wo es die besten Leckereien gibt.

Der Tag startete schon ziemlich abenteuerlich. Wir haben unser großes Auto, die Familienkutsche, am Ulm Science Park abgestellt. Das klang schon mal sehr wissenschaftlich und wichtig, fast so schlau wie ich. Von dort aus ging es mit der Straßenbahn weiter zum Hauptbahnhof. Ich liebe Straßenbahnfahren! Da kann man so herrlich aus dem Fenster gucken und die vorbeiziehende Welt beobachten, ohne dass man seine Pfötchen bewegen muss.

Die Jagd nach dem goldenen Landjäger

Kaum am Bahnhof angekommen, meldete sich mein kleiner Igelmagen. Ja, ich weiß, wir waren gerade erst losgefahren, aber Abenteuer machen nun mal hungrig! Unsere erste Mission war überlebenswichtig: Die Beschaffung von Proviant. Wir stürmten eine Metzgerei, um eine kleine Zwischenstärkung in Form von knackigen Landjägern zu ergattern. Oh, wie das duftete! Und weil man ja auch an die Zukunft denken muss (also an den nächsten Morgen), haben wir gleich noch Weißwürste für das Sonntagsfrühstück eingepackt. Ein Igel muss schließlich vorsorgen.

Drama in der Spielwarenabteilung

Bevor wir uns in das Getümmel des Weihnachtsmarktes stürzen konnten, machten wir einen strategischen Zwischenstopp beim Müller. Ich dachte ja, wir kaufen vielleicht etwas Tolles für mich – ein neues Halstuch oder vielleicht ein kleines Igel-Bettchen? Aber nein! Mama und Papa steuerten direkt auf die Regale mit den anderen Kuscheltieren zu.

Ich traute meinen kleinen Knopfaugen kaum. Da saßen sie: Plüschbären, Hunde, Katzen... und meine Besitzer blieben tatsächlich stehen und sagten Dinge wie "Oh, guck mal, wie süß!". In mir stieg eine Welle der Empörung auf. Meine Stacheln stellten sich kerzengerade auf! Wir haben uns diese potenziellen "Kuschelfreunde" zwar angeschaut, aber ich habe sofort mein Veto eingelegt. Mit einem vernichtenden Blick und einem empörten Schnaufen habe ich die aufkeimende Hoffnung meiner Eltern sofort zunichte gemacht. ICH BIN SCHLIEßLICH DAS KUSCHELTIER ZUHAUSE! Es kann nur einen Igel geben, und der Platz auf dem Sofa ist definitiv schon besetzt. Puh, das war knapp, aber ich habe mein Revier erfolgreich verteidigt.

Schlemmen auf dem Ulmer Münsterplatz

Nach diesem emotionalen Stress brauchten wir dringend Nervennahrung. Es ging direkt weiter Richtung Weihnachtsmarkt. Schon von weitem konnte ich die Lichter funkeln sehen und – viel wichtiger – die köstlichen Gerüche wahrnehmen.

Unser erstes Ziel war der Glühweinstand. Der Dampf stieg aus den Tassen auf und wärmte meine Nase, auch wenn ich natürlich nichts davon trinken durfte (Igel vertragen keinen Alkohol, das weiß doch jeder!). Aber allein die Wärme war herrlich.

Dann kam der kulinarische Höhepunkt: Mama und Papa steuerten den 'Illerbuben Foodtruck' an. Dort bestellten sie einen Chicken Cheese Burger. Leute, ich sage euch, das war Folter! Dieser Burger sah so unfassbar lecker aus. Der Käse zog Fäden, das Hähnchen dampfte... Ich habe versucht, mich ganz groß zu machen und mit den Pfoten zu winken, um mir meine eigene Portion zu bestellen. "Einmal Burger für den Igel, bitte!", wollte ich rufen. Aber wie es im Leben eines kleinen Igels so oft ist: Man wird am Tresen einfach übersehen. Das ist wirklich ungerecht! Ich musste mich damit begnügen, Mama beim Essen zuzusehen und ab und zu einen sehnsüchtigen Seufzer auszustoßen.

Mini Christopher beim Burger essen
Mini Christopher beim Burger essen

Aber meine Trauer währte nicht lange, denn der Nachtisch folgte auf dem Fuße! Wir besuchten den Stand von 'Brot und Stühle & Oh My Waffle!'. Allein der Name klingt schon wie Musik in meinen Ohren. Es gab eine Schoko-Nuss Waffel. Hmmm, die war ganz besonders lecker, weich und so wunderbar "schokig". Ein kleines bisschen Schokolade ist vielleicht auch mal an meinem Stachel hängen geblieben, aber das bleibt unser Geheimnis.

Christopher und Viki mit Waffel
Mama und Papa essen eine Waffel
Baby Viki knabbert an der Waffel
Baby Viki knabbert an der Waffel
Christopher und Viki mit Waffel
Leckere Waffeln

Der mysteriöse Fall der kauenden Schafe

Nachdem unsere Bäuche gefüllt waren, machten wir uns auf den Weg über die Donau zum Neu-Ulmer Weihnachtsmarkt. Ich hatte hohe Erwartungen, aber oh weh... was war denn da los? Oder besser gesagt: Was war da nicht los? Der Markt war leider ziemlich leer. Die Stimmung wollte nicht so recht aufkommen, was vielleicht auch an der Trommelvorführung lag. Für meine empfindlichen Igelöhrchen war das viel zu laut und ehrlich gesagt auch etwas unangenehm. Da rollt man sich am liebsten zusammen.

Aber es gab einen Lichtblick – oder eher ein Rätsel. Wir entdeckten drei kleine Schäfchen in einem Gehege. Sie standen da und kauten. Und kauten. Und kauten. Ganz meditativ, mit einem fast schon verträumten Blick. Ich habe sie lange beobachtet und bin zu dem Schluss gekommen: Das war kein normales Gras. Die haben bestimmt heimlich Gummibärchen gefuttert! Anders kann ich mir dieses genüssliche Dauer-Kauen nicht erklären. Ich habe versucht, sie zu fragen, ob sie mir was abgeben, aber sie haben nur "Mäh" gesagt. Verdächtig.

Shopping-Marathon im Glacis-Center

Um der Kälte und den Trommeln zu entfliehen, flüchteten wir ins warme Glacis-Center. Dort begann der nächste Teil unserer Odyssee: Shopping! Wir machten Abstecher zu NiuNiu, Thalia und Tedi.

Und was soll ich sagen? Mama konnte es nicht lassen. Wieder blieb sie vor Regalen stehen und machte anderen Kuscheltieren Hoffnung. Ich musste meine ganze Autorität als Chef-Igel aufbringen, um sie daran zu erinnern, wer hier die Nummer Eins ist. Es ist wirklich anstrengend, seine Position ständig verteidigen zu müssen, aber einer muss den Job ja machen. Ich habe sichergestellt, dass kein anderer Plüsch-Konkurrent in der Einkaufstasche landet.

Die große Wanderung und das Eis-Debakel

Von Neu-Ulm aus sind wir dann quer durch die Stadt gelaufen – ein ganz schöner Marsch für kurze Igelbeine, weshalb ich mich die meiste Zeit tragen ließ. Am Theater stiegen wir wieder in die Straßenbahn und fuhren zurück zum Science Park, um unser Auto zu holen. Aber der Tag war noch lange nicht vorbei! Unser nächstes Ziel: Das Donaubad.

Dort wollten wir auf die Eisbahn. Nun ja, "wir" ist relativ. Mini Christopher (der manchmal ein bisschen bequem ist), beschloss, im warmen Auto zu bleiben. Er meinte, Eis sei ihm zu kalt und zu rutschig. Aber nicht mit mir! Ich, Baby Viki, bin aus einem ganz anderen Holz geschnitzt. Mutig wie ich bin, habe ich mich auf die glatte Eisfläche gewagt.

Das Schauspiel, das sich mir dann bot, war oscarreif. Mama hatte so ihre anfänglichen Probleme mit den Schlittschuhen. Sagen wir mal so: Bambi auf dem Eis war dagegen ein Profi-Eiskunstläufer. Ihre Beine wollten einfach nicht das tun, was sie sollten. Aber zum Glück gibt es ja Papa. Er nahm Mama fest in den Arm, und mich natürlich auch, und so drehten wir unsere Kreise.

Viki auf der Eisbahn

Für Papa war das Schwerstarbeit. Mama zu stützen, mich zu balancieren und dabei selbst nicht hinzufallen... nach kurzer Zeit bildeten sich mehrere große Schweißtropfen auf seiner Stirn. Ich habe das genau beobachtet. Wären wir noch fünf Minuten länger geblieben, hätten sich die Tropfen auf seiner Stirn so sehr gesammelt, dass ich meine eigene, private Baby-Viki-Eisbahn direkt auf Papas Kopf eröffnet hätte! Das wäre mal eine Attraktion gewesen!

Entspannung pur in Bad Ditzenbach

Nach diesem für Papa körperlich sehr anstrengenden (und für mich sehr unterhaltsamen) Erlebnis, hatten wir genug von der Kälte. Wir sprangen ins Auto und fuhren sofort in die Therme Bad Ditzenbach.

Oh, das war genau das Richtige! Das warme Wasser, der Dampf, die Ruhe... nach dem Trubel auf dem Markt und dem rutschigen Eisabenteuer konnten wir hier endlich entspannen. Ich habe mir vorgestellt, wie ich auf einer kleinen Luftmatratze durch das Thermalwasser treibe, mit einem kleinen Cocktail-Schirmchen in der Pfote. Herrlich!

Den Abend haben wir dann ganz gemütlich ausklingen lassen. Zuhause auf dem Sofa, eingekuschelt in weiche Decken, gab es noch einen leckeren Tee. Da habe ich dann meine Äuglein zugemacht und von Waffeln, Gummibärchen-Schafen und meiner privaten Eisbahn geträumt.

Was für ein Tag! Voller Gefahren (Konkurrenz-Kuscheltiere), kulinarischer Entdeckungen und sportlicher Höchstleistungen. Ich bin schon gespannt, wo es uns als Nächstes hinverschlägt. Vielleicht irgendwohin, wo es Burger in Igel-Größe gibt?

Wo würdet ihr denn gerne mal mit mir hinreisen, und meint ihr, Papa würde mich auf seiner Stirn Schlittschuh laufen lassen?

Bis zum nächsten Abenteuer,

Eure Klein Viki