Huhu, meine lieben Reisefreunde! Hier ist wieder eure Klein Viki, frisch gebürstet und voller Tatendrang!

Könnt ihr euch vorstellen, wie sehr es in meinen kleinen Pfoten kribbelt, wenn draußen die Sonne scheint? Heute war genau so ein Tag in Bad Ditzenbach. Der Himmel war so strahlend blau, dass man gar nicht anders konnte, als die Schnauze in die Luft zu recken und "Abenteuer!" zu rufen. Natürlich hält uns Kuscheltiere dann nichts mehr im Haus. Wir mussten raus, wir mussten etwas erleben, und vor allem: Wir mussten hoch hinaus!

Alte Steige Gosbach

Unser heutiges Ziel klang schon fast wie aus einem Ritterroman: Der Tierstein. Das klingt doch mächtig und geheimnisvoll, oder? Zusammen mit meinen allerliebsten Kuschelfreunden – dem tapferen Mini Christopher und dem süßen Baby Viki – und natürlich unseren Menschen haben wir uns auf den Weg gemacht.

Unsere Route war nichts für schwache Igelbeine, das kann ich euch sagen! Wir haben uns für die sogenannte "Alte Steige" entschieden. Wenn Menschen "Steige" sagen, meinen sie meistens, dass es ordentlich bergauf geht. Und wenn man so kurze Beinchen hat wie ich, dann fühlt sich das an wie eine Expedition auf den Mount Everest! Aber ein echter Reise-Igel kennt keinen Schmerz, nur Neugierde. Schnaufend, aber glücklich, haben wir uns Schritt für Schritt nach oben gearbeitet, bis wir endlich die Albhochfläche erreicht hatten. Von dort aus ging es weiter vom Aimer-Parkplatz direkt hinein in den Wald. Ich liebe den Wald! Es riecht dort immer so herrlich nach Abenteuer, Tannennadeln und feuchter Erde.

Aber dann, mitten auf dem Weg, wurde es plötzlich richtig spannend! Wir standen vor einer besonders steilen Stelle. Unsere Mama, die uns ja oft trägt, damit wir die Aussicht genießen können, hatte kurzzeitig etwas Mühe, diesen Anstieg zu bewältigen. Da war sofort klar: Jetzt schlägt die Stunde der Kuschelfreunde! Wir haben uns kurz zugenickt – Mini Christopher, Baby Viki und ich – und dann hieß es: Teamwork! Mit vereinten Kräften und ganz viel mentaler Igel-Power haben wir Mama geholfen, die steile Passage zu meistern. Man glaubt gar nicht, wie stark kleine Plüschtiere sein können, wenn es drauf ankommt!

Nach dieser heldenhaften Rettungsaktion hatten wir uns eine Belohnung aber sowas von verdient. Und was gibt es Besseres als eine Pause mitten in der Natur? Aus dem Rucksack wurde die magische Thermoskanne gezaubert. Ahhh, dieser Moment, wenn der heiße Dampf in die kalte Winterluft steigt! Wir haben uns alle aneinander gekuschelt und den heißen Tee genossen. Das tat so gut und hat unsere kleinen Plüschbäuche wieder richtig schön aufgewärmt.

Frisch gestärkt ging es dann weiter zum großen Finale: dem Tierstein selbst. Und ihr werdet nicht glauben, was wir dort oben entdeckt haben! Da stand tatsächlich ein Weihnachtsbaum! Einfach so, mitten in der Natur, aufgestellt von einem unbekannten Weihnachts-Wichtel (oder einem netten Menschen). Er sah wunderschön aus und hat uns sofort in festliche Stimmung versetzt. Wir haben ihn lange bewundert und uns gefragt, wer ihn wohl dort hochgeschleppt hat. Solche kleinen Überraschungen machen einen Ausflug doch erst perfekt.

Aber wie das bei Winterabenteuern so ist, darf man die Zeit nicht vergessen. Zum großen Glück sind wir rechtzeitig losgelaufen, denn das Wetter ist hier oben manchmal ein kleines Chamäleon. Während wir noch den Baum bewunderten, kroch aus dem Süden langsam, aber sicher der Nebel heran. Erst waren es nur kleine Schwaden, aber dann wurde es immer dichter und vor allem: spürbar kälter! Meine Stacheln haben sich vor Kälte schon fast ein bisschen aufgestellt und ich habe Baby Viki noch fester in den Arm genommen. Es sah fast so aus, als würde die Welt in Watte gepackt werden.

Da hieß es dann: Beine in die Hand nehmen und ab nach Hause! Der Heimweg ging dann doch überraschend schnell – vielleicht auch, weil wir uns schon so sehr auf das warme Wohnzimmer gefreut haben.

Jetzt sitzen wir wieder sicher und gemütlich zuhause. Die Heizung bullert, und wir haben uns direkt die nächste Kanne Tee gemacht, um uns wieder richtig aufzuwärmen. Meine Pfoten sind schon wieder warm, und ich träume bereits vom nächsten Ausflug. Es war ein herrlicher Tag, auch wenn der Nebel uns am Ende fast verschluckt hätte!

Wohin wohl unsere nächste Reise geht? Ich halte meine Schnuppernase auf jeden Fall schon mal in den Wind!

Bis zum nächsten Abenteuer,

Eure Klein Viki