Hallo meine allerliebsten, kuscheligsten und vor allem weihnachtsbegeisterten Anhänger da draußen an den Bildschirmen.

Ich bin es wieder, eure Klein Viki. Ich muss mich direkt mal ganz aufrichtig bei euch entschuldigen, dass es ein winziges Päuschen auf meinem Blog gab. Aber wisst ihr, das Leben als kleiner Reise-Igel ist manchmal ganz schön anstrengend, besonders in der Adventszeit. Ich musste nämlich erst einmal meine gigantischen Vorräte an Lebkuchen, Dominosteinen und Schokoladen-Weihnachtsmännern verdauen. Wenn man so klein ist wie ich, passt in den Bauch zwar viel Liebe, aber die Schoki braucht dann doch ihren Platz und ein bisschen Zeit, bis das Bäuchlein wieder flach genug für neue Abenteuer ist. Aber jetzt bin ich wieder voll da, meine Stacheln sind frisch gebürstet und ich bin bereit, euch von meinem neuesten Ausflug zu berichten.

Nachtaufnahme eines Weges neben einer Backsteinwand mit großen, hellweißen LED-Schneeflocken und blauer Bodenbeleuchtung, die grüne Pflanzen anstrahlt.

Stellt euch vor, ich habe es geschafft. Ich habe meine großen, menschlichen Wesen – ihr wisst schon, die, die mich immer überall mitschleppen und für das leibliche Wohl zuständig sind – dazu gebracht, mich nach Stuttgart zu begleiten. Und zwar nicht einfach nur in die Stadt zum Shoppen, nein, es ging an einen ganz magischen Ort: in den Christmas Garden. Und das Beste daran war, dass dieser Zaubergarten direkt im zoologisch-botanischen Garten, der Wilhelma, stattgefunden hat. Ein Igel im Zoo, könnt ihr euch das vorstellen. Ich war so aufgeregt, dass mein kleines Herzchen schneller geklopft hat als die Flügel eines Kolibris.

Die Reise ging schon am Nachmittag los. Wir sind mit dem Auto angereist, was ich ja besonders liebe, weil ich da immer so gemütlich aus dem Fenster schauen kann, während die Welt an mir vorbeizieht. Bevor wir aber losgedüst sind, haben wir uns ganz vorbildlich mit Proviant eingedeckt. Man weiß ja nie, wann der kleine Hunger zwischendurch zuschlägt. Wir hatten eine Thermoskanne mit herrlich duftendem, dampfendem Tee dabei. Der Geruch von Zimt und Nelken im Auto hat mich sofort in die richtige Stimmung versetzt. Ich saß auf meinem Ehrenplatz und habe aufgepasst, dass wir auch ja die richtige Ausfahrt erwischen.

Nahaufnahme eines lächelnden Paares in Winterkleidung, die ein Selfie vor einer langen, mit unzähligen warmweißen Lichtern geschmückten Wand machen.

In Stuttgart angekommen, war ich erst einmal baff. So viele Menschen. Da waren ganz große Menschen, die fast bis zum Himmel reichten, und ganz viele kleine Menschen, die fast so wuselig waren wie ich. Überall war ein fröhliches Gemurmel und Gelächter zu hören. Wir mussten uns erst einmal in eine von zwei Warteschlangen einreihen. Normalerweise bin ich ja eher von der ungeduldigen Sorte – ich will ja schließlich nichts verpassen – aber diesmal ging alles ganz zügig. Die Vorfreude hat das Warten ohnehin wie im Flug vergehen lassen.

Aber Moment, ich habe ja fast das Wichtigste vergessen. Bevor wir überhaupt durch das große Tor gegangen sind, mussten wir unbedingt noch ein professionelles Fotoshooting machen. Das Ambiente vor dem Eingang war nämlich schon so fantastisch beleuchtet, dass ich einfach darauf bestehen musste, ein paar Bilder von meiner Schokoladenseite machen zu lassen. Ein Blog-Igel von Welt braucht schließlich immer aktuelles Bildmaterial für seine Fans. Ich habe mich also in Schale geworfen, meine Stacheln perfekt drapiert und ganz charmant in die Kamera geschaut. Ich finde ja, dass mir das warme Licht der Laternen besonders gut schmeichelt.

Eine mehrstöckige, riesige Schneemann-Lichtfigur mit schwarzem Zylinder, rotem Licht-Schal und einem gelben Licht-Besen vor einem hell erleuchteten Gebäude.

Als wir dann endlich den eigentlichen Eingang passierten, blieb mir fast der Atem weg. Direkt vor uns stand ein riesiger Schneemann. Aber kein normaler aus Schnee, der schmelzen kann, nein. Dieser Riese bestand komplett aus funkelnden Lichterketten. Er strahlte so hell, dass ich kurz blinzeln musste. Er sah einfach wunderschön aus und schien uns direkt zuzulächeln. In diesem Moment wusste ich: Das wird ein Abend, den ich so schnell nicht vergessen werde.

Wir folgten dem Pfad und ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Die Büsche links und rechts des Weges, die alten Mauern der Wilhelma, die Bäume – einfach alles war mit Millionen von winzigen Lichtern geschmückt. Es war ein einziges, kunterbuntes Farbenmeer. Es glitzerte in Blau, Pink, Gold und Grün. Ich fühlte mich wie in einem Märchenwald, in dem hinter jeder Ecke ein neues Wunder wartet.

Eine lebensgroße Lichtskulptur eines Elefanten aus einem Drahtgestell, das komplett mit warmweißen LED-Lichterketten überzogen ist, auf einer Rasenfläche bei Nacht.   Eine hohe Lichtskulptur einer Giraffe aus warmweißen LEDs, die auf einer Wiese vor einem beleuchteten historischen Gebäude mit Rundbogentüren steht.

Und dann kamen die Tiere. Natürlich waren die echten Zoobewohner teilweise schon in ihren Nachtquartieren, aber dafür gab es leuchtende Doppelgänger. Da standen Zebras, Giraffen und riesige Elefanten mitten im Park, und alle waren sie aus Licht geformt. Ich wusste gar nicht, wo ich mit meinen kleinen Igelaugen zuerst hinschauen sollte. Ich wollte jedes Detail aufsaugen, jede Lichtfarbe speichern und bloß nichts verpassen. Mein Köpfchen drehte sich ständig hin und her. Die Lichtspiele waren so kunstvoll gestaltet, dass es fast so aussah, als würden die Lichttiere atmen oder sich bewegen.

Eine Lichtprojektion auf dunklem Asphalt zeigt ein weißes Comic-Rentier mit roter Nase und rot-weiß gestreiftem Schal.

Besonders lustig fand ich die Bodenprojektionen. Man musste wirklich aufpassen, wo man hintrat, denn auf dem Asphalt tanzten plötzlich Schneemänner, kleine Elche, bunte Schmetterlinge und zarte Schneeflocken herum. Ich habe versucht, nach einem der Schmetterlinge zu haschen, aber der war schneller als ich und ist einfach über meine Pfötchen gehuscht. Das war ein Spaß.

Mehrere Lichtsterne auf dunklen Wasseroberfläche und spiegeln sich darin; im Hintergrund sind beleuchtete Bäume zu sehen.  Spiegelung in dunkler Wasseroberfläche

Es gab einen vorgegebenen Rundweg, der uns durch den ganzen Park führen sollte. Aber was soll ich euch sagen? Wir sind diesen Weg nicht nur einmal gelaufen, sondern direkt zweimal. Und wisst ihr auch warum? Meine Mama – also die Große, die mich immer trägt – wurde doch tatsächlich von einem Elefanten verführt. Na ja, nicht von einem echten, sondern von einem dieser wunderschönen Leuchtelefanten. Sie war so fasziniert von dem großen Rüsselträger, dass sie einfach vom offiziellen Weg abgewichen ist, um ihn sich aus der Nähe anzusehen. Ich habe nur ganz kräftig mit meinem Köpfchen geschüttelt. Typisch Menschen, lassen sich immer so leicht ablenken. Aber eigentlich war es gar nicht schlimm, denn durch diesen kleinen Umweg sind wir gleich zweimal durch einen unglaublich schönen Lichterbogen gelaufen. Das war wie ein Tunnel aus purem Gold. Juppie, da habe ich mich gefühlt wie eine kleine Prinzessin auf ihrem Weg zum Schloss.

Silhouetten von Besuchern im Vordergrund, die mit ihren Smartphones das blau beleuchtete Schloss und die Lichtinstallationen fotografieren.  Fernaufnahme des historisch illuminierten Maurischen Landhauses, das in blauem und violettem Licht erstrahlt und sich in einem Teich spiegelt.

Trotz der vielen Lichter konnten wir im Dunkeln auch noch ein paar echte Zoobewohner entdecken. Wir sind ganz leise an den Gehegen der Pinguine und Pelikane vorbeigeschlichen. Die haben sich von dem ganzen Trubel überhaupt nicht stören lassen und waren schon kräftig am Rumschnarchen. Es war so niedlich zu sehen, wie sie da so eingekuschelt saßen. Ich hätte mich am liebsten kurz dazugesellt, aber ich wollte ja noch den Rest des Gartens sehen.

Ein langer, tunnelartiger Rundbogen-Gang, der komplett aus tausenden funkelnden, warmweißen Lichtpunkten besteht und den Weg golden erleuchtet.  Eine große, aufrecht stehende Lichtskulptur in Sternform aus warmweißem Licht, platziert auf einer Wiese neben einem befestigten Weg.

Ganz am Ende unserer Tour gab es noch ein absolutes Highlight. Da stand ein alter, mächtiger Baum, der plötzlich anfing zu sprechen. Ja, ihr habt richtig gehört. Der Baum hat uns eine wunderschöne, kurze Geschichte erzählt. Seine Rinde leuchtete dabei im Takt der Worte auf. Mein Papi hat das alles ganz schnell mit dem Handy aufgenommen, damit wir die Geschichte mit nach Hause nehmen können. Das ist perfekt für mich. Wenn ich mal wieder zu viel Energie habe und abends im Körbchen nicht einschlafen kann, dann lasse ich mir die Geschichte vom sprechenden Baum vorspielen. Dazu knabbere ich dann gemütlich an meinem Gute-Nacht-Keks und träume mich zurück in das Lichtermeer von Stuttgart.

Es war ein wirklich gelungener Ausflug und ich bin immer noch ganz beseelt von den vielen Eindrücken. Es ist so schön, wenn die dunkle Jahreszeit durch solche magischen Lichter ein bisschen heller und fröhlicher wird. Jetzt liege ich aber erst einmal wieder auf dem Sofa, lasse mir den Bauch kraulen und plane schon im Kopf, wohin die nächste Reise gehen könnte.

Blick durch dunkle Baumsilhouetten auf einen bewölkten Nachthimmel mit hellem Mond; im Hintergrund glitzern ferne Stadtlichter.  Zwei große, farbenfrohe Lichtskulpturen in Schmetterlingsform auf einer Wiese, umgeben von violett und grün angestrahlten Bäumen.

Was meint ihr, wo soll ich als Nächstes meine Stacheln in den Wind halten? Vielleicht irgendwohin, wo es noch mehr Kekse gibt?

Bis bald, eure Klein Viki