Ein flauschiger Sommerstart und eine reine Männer-Expedition

Hallo meine allerliebsten, flauschigsten und absolut phantastischsten Fäns da draußen an den Bildschirmen! Hier meldet sich wieder eure eifrige Klein Viki, die Chefin dieses Blogs und wohl neugierigste Tenrek-Dame des Weltalls. Ich hoffe, ihr habt eure Pfötchen heute schon gemütlich ausgestreckt und ein eiskaltes Getränk griffbereit, denn ich habe eine ganz besondere Geschichte für euch mitgebracht.

Diesmal war nämlich nicht die ganze Familie unterwegs und ich hatte auch Pause! Stattdessen gab es einen echten Männerausflug: Mein mutiger, flauschiger Bruder mini Christopher durfte am vergangenen Samstag seinen eigenen Rucksack-Sitz beziehen und als Chefermittler zusammen mit Papa auf große Expedition gehen! Wenn ich nicht selbst durch das Unterholz flitze, passe ich zu Hause gewissenhaft auf den Gummibärchen-Vorrat auf und lasse mir hinterher von mini Christopher haargenau berichten, was er erlebt hat. Und was er mir da von Buchenblättern, kühlen Waldpfaden, grandiosen Aussichten, frischer Alb-Luft und fruchtiger Verpflegung erzählt hat, lässt selbst meine Stacheln vor Begeisterung erzittern!

Am Samstag war es nämlich wieder brüllend heiß. Die Sonne knallte vom Himmel wie ein riesiger Scheinwerfer, und das Thermometer kletterte draußen in Höhen, bei denen man als Plüschtier eigentlich am liebsten mit dem Bauch nach oben auf der schattigen Couch liegen und sich von einem Ventilator frische Luft zupusten lassen möchte. Aber Papa hatte wieder dieses typische Abenteuer-Funkeln in den Augen. Das bedeutet immer: Wanderschuhe schnüren, Rucksack packen und ab in die Natur! Mini Christopher hat nicht lange gezögert, hat seine kleine Sonnenbrille aufgesetzt und ist blitzschnell in Papas Rucksack geklettert. Ein reiner Männer-Trip stand auf dem Plan!

Unser Ziel für mini Christophers großen Einsatz war die sagenumwobene Nordalb bei Deggingen. Für alle von euch, die geografisch vielleicht noch ein kleines Tenrek-Auffrischungstraining brauchen: Die Nordalb ist eine wunderschöne Hochfläche im Landkreis Göppingen, gelegen mitten in der malerischen Schwäbischen Alb.

Bevor die zwei Abenteurer losflitzen konnten, wurde natürlich der Proviant kontrolliert. Verhungern oder verdursten war auf mini Christophers Einsatzplan strengstens verboten. Aber im Rucksack landete dieses Mal etwas ganz Spezielles für den großen Durst: Es gab nämlich eigentlich nur Tee mit Wassermelonen-Geschmack! Ein erfrischender, kühler Wüstendurstlöscher, der nach sommerlicher Wassermelone duftete und wie flüssiger Urlaub schmeckte. Dazu packten Papa und er noch ein paar knackige Knabbereien und die überlebenswichtigen Rettungs-Gummibärchen ein. Dann hieß es: Pfoten festgehalten und auf nach Deggingen!

Ankunft oben auf dem Plateau – Der Wanderparkplatz Nordalb als Hauptquartier

Als das Zweier-Gespann im Tal vorbeibrummte, glühte der Asphalt bereits ganz ordentlich. Deggingen liegt nämlich wunderschön eingebettet im oberen Filstal, umgeben von steil aufragenden Bergen. Doch Papa und mini Christopher hatten einen äußerst schlauen Plan ausgeheckt: Statt sich beim schweißtreibenden Aufstieg von ganz unten im Tal abzumühen, steuerten sie direkt die Kehren hinauf zur Hochebene an.

Das Auto wurde nämlich direkt oben auf der Albhochfläche auf dem Wanderparkplatz Nordalb abgestellt! Von hier oben, auf über 700 Metern Meereshöhe, sollte der wunderschöne Rundweg starten. Kaum sprang Papa aus dem Wagen und schnallte sich den Rucksack mit mini Christopher um, wehte den beiden schon eine herrliche, erfrischende Alb-Brise um die Plüschnasen. Während unten im Tal die Luft stand wie in einem Backofen, war es hier oben auf der Hochfläche bereits merklich angenehmer.

Mini Christopher streckte sogleich seine feine Tenrek-Nase in den Wind, prüfte die Wetterlage und gab Papa grünes Licht: Expedition Nordalb-Rundweg offiziell gestartet!

Durch den dichten Buchenwald – Die grüne Klimaanlage der Natur

Gleich hinter dem Wanderparkplatz bog der Rundweg hinein in einen dichten, saftig grünen Buchenwald. Kaum hatten sie die ersten Schritte auf dem Pfad getan, fing das Staunen an. Mini Christopher hat mir schwungvoll berichtet, dass das wie das Betreten eines klimatisierten Zauberreichs war! Die Blätter der riesigen Buchen bildeten über ihren Köpfen ein so dichtes, grünes Dach, dass die sengenden Sonnenstrahlen fast gar keine Chance hatten, bis zum Waldboden durchzukommen. Es war herrlich kühl, schattig und roch nach feuchter Erde, kühlem Moos und frischen Harztropfen.

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Hier muss ich euch natürlich erst einmal ein kleines Fremdwort erklären, das Papa unterwegs wie ein Professor erklärt hat und das mini Christopher sich ganz fleißig gemerkt hat: Der Rundweg führte die beiden nämlich immer wieder direkt am sogenannten 'Albtrauf' entlang. Aber was bitte ist ein Albtrauf? Klingt wie ein Regentropfen am Dachfenster, ist aber etwas viel Spektakuläreres! Als Albtrauf bezeichnet man den nordwestlichen Steilabfall der Schwäbischen Alb. Vor vielen Millionen Jahren – als noch Dinos und riesige Meeresungeheuer durch Deutschland schwammen – lag hier ein mächtiges Jurameer. Über die Jahrmillionen hat sich das Land gehoben und das Wasser hat sich durch den Kalkstein gefressen. So entstand eine gigantische, bis zu zweihundert Meter hohe Felskante, die sich wie eine riesige Festungswand durch das Land zieht. Wenn man da oben an der Kante steht und nach unten schaut, fühlte sich mini Christopher als winziger Tenrek fast wie ein Krümel vor einem Riesenkuchen!

Auf schmalen, romantischen Pfaden ging es auf dem Hochplateau dahin. Mini Christophers Pfötchen ruhten sicher auf Papas Rucksackkante, und er passte haargenau auf, dass Papa nicht vom Weg abkam. Mein Bruder ist eben nicht nur ein erstklassiger Reise-Begleiter, sondern auch ein hervorragender Navigator!

Der historische Hutewald und die Geheimnisse des Kalksteins

Je weiter die beiden auf dem Rundweg spazierten, desto spannender wurde die Natur um sie herum. Der Wald verwandelt sich stellenweise in einen sogenannten 'Hutewald'. Schon wieder so ein altes Wort! Ein Hutewald ist ein ganz besonderer historischer Waldtyp. Früher, vor vielen hundert Jahren, hatten die Bauern nämlich keine geschlossenen Ställe für ihre Kühe, Ziegen und Schweine. Sie trieben das Vieh in den Wald, damit die Tiere sich dort an Eicheln, Bucheckern und frischem Gras sattfressen konnten. 'Huten' kommt vom Wort 'hüten'. Weil die Tiere aber immer die jungen kleinen Bäumchen auffraßen, konnten nur die ganz großen, starken Bäume wachsen. Dadurch entstanden wunderschöne, lichte Wälder mit knorrigen, riesigen Baumgestalten.

Mini Christopher erzählte mir mit leuchtenden Knopfaugen, wie er sich bildlich vorstellte, als kleines Streifentenrek-Junge mit einer Herde winziger Ziegen durch diesen Wald zu watscheln. Er hätte bestimmt die allerbesten Bucheckern für seine Truppe herausgepickt!

Unterwegs kamen sie an faszinierenden Felsformationen aus hellem Kalkstein vorbei. Die Felsen ragten wie verzauberte Wächter zwischen den Bäumen hervor. Die Schwäbische Alb ist nämlich ein sogenanntes Karstgebiet. Karst bedeutet, dass das Regenwasser nicht einfach in Pfützen stehen bleibt, sondern durch den porösen Kalkstein wie durch einen riesigen Schwamm tief in den Berg einsickert. Deshalb gibt es hoch oben auf der Alb kaum Seen, dafür aber tief unter der Erde riesige Höhlen, unterirdische Flüsse und geheimnisvolle Gänge. Mini Christopher hat seine spitze Nase ganz tief in eine Felsspalte gesteckt, um zu prüfen, ob da unten vielleicht ein Höhlendrache schläft! Außer dem Duft von kühlem Stein war aber nichts zu riechen.

Gipfelglück am Nordalbkreuz: Der Ausblick über das Filstal

Nach einem wunderbaren Streckenabschnitt öffnete sich der dichte Buchenwald plötzlich und die zwei Weltenbummler traten heraus auf eine freie Aussichtsstelle direkt an der Kante der Nordalb. Was für ein Augenblick! Mini Christopher meinte, ihm sei glatt die kleine Plüschschnauze offen stehen geblieben.

Sie steuerten direkt das berühmte Nordalbkreuz an. Das Kreuz steht stolz auf einem Aussichtspunkt am Sandburren, direkt an der Abbruchkante des Albtraufs auf over 700 Metern Höhe. Von hier oben hat man einen Panorama-Blick, der so gewaltig ist, dass man meint, die ganze Welt läge einem zu Füßen.

Mini Christopher ließ sich von Papa sofort auf eine der Aussichtsbänke setzen, legte seine Pfoten majestätisch auf die Knie und genoss den kühlen Wind, der ihm sanft über das Fell strich. Tief unten im Tal schlängelte sich die Fils wie ein silbernes Band durch die Landschaft. Man konnte die Häuser von Deggingen sehen, die von hier oben wie klitzekleine Buntschachtel-Häuschen aussahen. Drüben auf der anderen Talseite erhoben sich die bewaldeten Berge, und wenn man ganz genau hinschaute, konnte man sogar die Wallfahrtskirche Ave Maria entdecken, die idyllisch am Hang liegt.

Die Sonne schien zwar kräftig herab, aber hier oben pfiff immer ein herrlich erfrischender Brisenwind. Mini Christopher hat für Papa natürlich eine zünftige Fotosession eingelegt. Schließlich brauchen wir für unseren Blog auch ordentliches Bildmaterial von unserem Stachel-Helden in Pose! Er hat sein schönstes Schokoladenseiten-Lächeln aufgesetzt und sich vor dem weiten Horizont fotografieren lassen.

Die Wohlfühl-Pause unter den Kronen und das Geheimnis des Wassermelonen-Tees

Nach so vielen Eindrucken verlangte auch mini Christophers Tenrek-Magen nach einer ordentlichen Erfrischung. Die zwei Männer suchten sich ein schattiges Plätzchen unter einer mächtigen, alten Eiche am Waldrand.

Papa holte die Trinkflasche hervor und nun schlug die Stunde unseres Geheimtranks: Es gab den eiskalten Tee mit Wassermelonen-Geschmack! Während man auf den freien Wiesenwegen bei der Hitze ordentlich ins Schwitzen kommen konnte, saß unser mini Christopher gemütlich im kühlen Schatten des Blätterdachs und nahm genüsslich einen großen Schluck vom Wassermelonen-Tee. Mmmhhh, das war der absolute Frischekick! Der süßlich-fruchtige Geschmack passte perfekt zum sonnigen Sommerausflug und fühlte sich an wie ein verflüssigtes Stückchen Wassermelone im Mund. Dazu gab es noch ein rotes Gummibärchen zur feierlichen Belohnung – die reinste Energie-Explosion für den kleinen Abenteurer!

Nach der Erfrischung haben beide einfach ein paar Minuten die Augen zugemacht. Das Summen der Bienen auf den nahegelegenen Magerwiesen, das sanfte Rauschen der Blätter im Wind und das Zwitschern der Vogelschar in den Baumwipfeln wirkten wie das schönste Wiegenlied der Welt. Mini Christopher hat sich ganz tief in Papas Arm gekuschelt und kurz geträumt, er wäre der König der Nordalb, der von seinem Baumthron aus über alle Waldtiere regiert.

Der entspannte Endspurt zurück zum Wanderparkplatz

Alles Schöne hat einmal ein Ende, und so machten sich die beiden am Nachmittag langsam wieder an den Rest des Rundwegs. Der Pfad führte in großen, sanften Bögen durch wechselnde Waldabschnitte und vorbei an blühenden Wiesenrändern zurück in Richtung Ausgangspunkt.

Auf dem Rückweg zeigte sich noch einmal, wie schlau es gewesen war, den Tag auf der schattigen Nordalb zu verbringen. Der Wald schenkte bis zum Schluss seinen schützenden Schatten. Sie begegneten bunten Schmetterlingen, die fröhlich über die Pfade gaukelten, und sahen sogar ein kleines Eichhörnchen, das flink wie der Blitz an einer Buchenrinde hochflitzte. Mini Christopher hat ihm kurz zugewunken, aber das Eichhörnchen war wohl viel zu beschäftigt mit seiner eigenen Nüsse-Suche.

Schritt für Schritt ging es schließlich zurück zum Wanderparkplatz Nordalb. Als die beiden wieder wohlbehalten am Auto ankamen, fielen mini Christopher im Rucksack fast sofort die Knopfaugen zu. Es war ein durch und durch herrlicher Männertag auf der Nordalb – sportlich, schattig, lehrreich und dank dem Wassermelonen-Tee auch wunderbar erfrischend!

Eure Klein Viki dankt fürs Mitreisen!

So, meine lieben Freunde, das war der große Bericht von mini Christophers und Papas Nordalb-Expedition, frisch von den beiden erzählt und von mir für euch aufgeschrieben! Ich hoffe, wir konnten euch ein kleines bisschen Abkühlung und ganz viel Wanderlust in eure Wohnzimmer zaubern.

Wie gefällt euch mini Christophers Einsatz als Chef-Reporter und Papas Wanderpartner auf der Nordalb? Habt ihr auch schon mal eiskalten Tee mit Wassermelonen-Geschmack auf einer Sommerwanderung ausprobiert? Und wo soll unser Stachel-Kompass uns als Nächste hinführen? Schreibt mir eure Ideen!

Bis zum nächsten fantastischen Abenteuer, Eure flauschige Klein Viki (und ihr braver Bruder mini Christopher)!